Home
Kontakt
Links
Sitemap
Impressum
Datenschutz

Das Sakrament der Eucharistie

1. Was bedeutet Eucharistie?
Das Wort kommt aus dem Griechischen und bedeutet: Danksagung. Diese Bezeichnung ist vom Hochgebet, dem Mittelpunkt der Feier, abgeleitet: "Es ist würdig und Recht, dir immer und überall Dank zu sagen, durch Christus, unseren Herrn." (Präfation)

2. Andere Namen
Brotbrechen (Apg 2,25), Messe (lat. von Ite missa est), Abendmahl (besonders in der ev. Kirche), Gottesdienst, Messopfer.


3. Worin hat die heutige Eucharistiefeier ihren Ursprung?
Im Auftrag Jesu: "Tut dies zu meinem Gedächtnis". Das Mahlhalten wurde schon in der frühen Zeit gefeiert: "Sie brachen in ihren Häusern das Brot und aßen miteinander (Apg 2,46) und bei Lukas (24,30): "Und als er sich mit ihnen zu Tisch gesetzt hatte, nahm er das Brot, sprach den Segen, brach es und gab es ihnen."

4. Was meint Eucharistie? Wie kann man sie verstehen?
a. Gedächtnis
Christen tun das, was Jesus ihnen aufgetragen hat. Sie versammeln sich; der Vorsteher spricht über Brot und Wein das Dankgebet und die Speisen werden ausgeteilt. Das Ganze dient dem Gedenken an Jesus und sein Heilswerk, entsprechend seinem Auftrag: "Tut dies zu meinem Gedächtnis!" (1 Kor 11,24)
Durch dieses Gedenken der Heilstaten Gottes wird der Glaube der Gemeinde gestärkt. Die Gläubigen werden einbezogen in das Werk der Erlösung. Die Feier ist nicht eine bloße Wiederholung, Erinnerung an Vergangenes, sondern Vergegenwärtigung von Tod und Auferstehung Christi in unsere Zeit hinein.
b. Mahl
Dieser Akzent ist heute besonders deutlich gesetzt und aufgegriffen (vgl. Erstkommunionvorbereitung) Das Mahl dient nicht in erster Linie der leiblichen Sättigung, sondern vor allem der geistlichen Gemeinschaft. "Das Brot, das wir brechen, ist es nicht Gemeinschaft mit dem Leib Christi?" ( 1Kor 10,16).
So steht im Mittelpunkt des Mahles der gedeckte Tisch, der Altar. Die Gemeinde versammelt sich um ihn. Die Kommunion verbindet die Gläubigen mit Gott und untereinander. Das Geschehen ist ein Geschehen in dieser Gemeinde und bildet gleichzeitig Gemeinde.
c. Opfer
Man sprach früher auch vom Messopfer. Aus der Religionsgeschichte kann man erfahren, dass Opfer Zeichen der Hingabe an Gott und der Versöhnung mit ihm waren. Das ist hier aber nicht so sehr gemeint, wenn von Opfer gesprochen wird. Nicht der Mensch opfert sich oder etwas auf, sondern Christus setzt sich für uns ein. Nicht menschliches Tun, sondern handeln Gottes macht den christlichen Gottesdienst aus. Jesu Tod und Auferstehung werden gegenwärtig. Das Opfer des Menschen ist dankbare Zustimmung, Hingabe und Hinwendung zu Gott. (Beten heißt: hören und antworten)

5. Ist Jesus Christus wirklich gegenwärtig in Brot und Wein?
Diese Frage löste die sogenannten Abendmahlsstreitigkeiten im 9. und im 11. Jahrhundert aus. Diese Debatten sind geprägt von einer verhängnisvollen Alternative, die sich immer wieder Bahn zu brechen versucht:
Ist der Herr gegenwärtig im Zeichen (in figura) oder in Wirklichkeit (in realitate). Wenn man falsch fragt, kann man nicht richtig antworten. Denn Sakrament heißt ja doch gerade die Verbindung beider, nicht Zeichen oder Realität, sondern Realität im Zeichen, zeichenhaften Handlung, welche in sich die Wirklichkeit der Präsenz des Mahlherrn birgt. Der philosophische Terminus "Transsubstantiation" wurde in diesem Dilemma der "Krise der sakramentalen Idee" eine begriffliche Hilfe, um das Ineinander von außen und innen, von äußerem Zeichen und innerer Wirklichkeit, die Zusammengehörigkeit beider auszusagen. Thomas v. Aquin: "Die Substanz ist das eigentliche Objekt geistiger Erkenntnis..."
Substanz ist also das, was dem menschlichen Erkennen, der geistigen Schau als das eigentliche Wesen einer Sache aufgeht.
Hier bot sich also die Möglichkeit zu sagen: Die Substanz wird verwandelt, das erkennt der Glaube, die Akzidenzien bleiben.

6. Die neuzeitlichen Begriffe der Personal- und Aktualpräsenz
Der erste will deutlich sagen, dass es hier nicht um Zuteilung von Sachen geht, sondern um die Zuwendung einer Person; der zweite will die biblische Grundüberzeugung festhalten, dass das Geschehen seiner liebenden Hingabe, sein Handeln, sein Leben und Sterben, das Tun, die "Actio" sakramental präsent wird. (vgl. Gedächtnis)
Die Begriffe wollen darüber hinaus deutlich machen, dass die Gegenwart des Herrn sich also nicht nur in diesen Zeichen verdichtet, sondern er in der ganzen Feier, bei Wort und Mahl, gegenwärtig ist.

7. Unterschiede zum Verständnis der evangelischen Christen
Die reformatorische Lehre versteht die Gegenwart Christi nur in der Handlung selbst, im Mahl, im Austeilen und Genießen selber, während die kath. Kirche sagt, dass Christus auch weiterhin real nach der Konsekration präsent bleibt.
(Eucharistische Anbetung, Fronleichnam, Monstranz)

Hier geht´s zum Download der Infobroschüre "Konzept zur Vorbereitung von Kindern auf den Tag der Erstkommunion in St. Gertrud"

Kath. Kirchengemeinde St. Gertrud Brinkstr. 8 49393 Lohne Tel.: 0 44 42 / 9 36 87 - 0 E-Mail: info@sankt-gertrud.com