St. Gertrud Katholische Kirchengemeinde in Lohne

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05. Juni 2017

Christusfest gemeinsam gefeiert

Vor der Kulisse vom „Dschungelbuch“ feierten gestern evangelische und katholische Christen einen beeindruckenden ökumenischen Gottesdienst, mit dem auch an die Reformation vor 500 Jahren erinnert wurde. In Lohne war es der erste gemeinsame Gottesdienst der beiden Konfessionen an einem Pfingstsonntag. Er stand unter dem Leitwort: „Komm, heilger Geist, lass die Flammen überspringen …“

v.l.. Dechant Büscher, Pastor Jaeger, Pastorin Young, Oberkirchenrätin Lenk

Rund 650 Gläubige waren bei herrlichem Wetter auf die Freilichtbühne gekommen, um den Gottesdienst mitzufeiern. Oberkirchenrätin Annette-Christine Lenk aus Oldenburg und die Lohner Geistlichen Pfarrerin Ute Young, Pfarrer Christian Jaeger und Dechant Rudolf Büscher zelebrierten den Gottesdienst. An dem vom ökumenischen Arbeitskreis der beiden Kirchengemeinden St Michael und St. Gertrud vorbereiteten Gottesdienst wirkten auch weitere evangelische und katholische Frauen und Männer, Schüler/innen der Von-Galen-Schule und Konfirmanden der ev. Kirchengemeinde mit. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst von der Stadtkapelle Lohne und der Jugendband „conTAKT“.

Der Gottesdienst wurde in Verbindung mit der Gottesdienstgemeinschaft gefeiert, die am 11. März 2017 in Hildesheim den zentralen Buß- und Versöhnungsgottesdienst der Deutschen Bischofskonferenz und der Evangelischen Kirche in Deutschland gefeiert hat, und mit allen anderen, die ihn in gleicher Weise feiern.

Nach dem Schuldbekenntnis und der Vergebungsbitte wurde gemeinsam ein großes Holzkreuz errichtet.

In ihrer Predigt erinnerte Oberkirchenrätin Lenk an das Trennende und Verletzende, das es auch in den letzten Jahrzehnten noch gab. Und sie stellte fest, dass die gegenseitig zugefügten Verletzungen nicht geheilt sind und die Trennung der Kirche nicht weg ist. Sie verwies jedoch auf den Heiligen Geist. „Er macht uns Mut, mündig zu werden, für uns selbst zu sprechen. Wir werden unsere eigenen Worte und Wege finden müssen für unseren Glauben und für Gott.“ Und: „Es gibt nur die Aufgabe, uns dabei zu unterstützen, dass wir Jesu Geist in uns zur Entfaltung kommen lassen und die werden, als die Gott uns geschaffen hat und das auch als Protestanten und Katholiken.“ … „So feiern wir Pfingsten. Feiern die Geburt einer Gemeinschaft von Menschen, die miteinander Verantwortung dafür übernehmen, dass Gottes Geist in uns wirken und dass das Reich des Friedens und der Gerechtigkeit … in uns, zwischen uns und um uns herum erblüht und Frucht bringt.“

In einer Fürbittaktion kamen anschließend sieben Kinder der Von-Galen-Schule und sieben Konfirmanden mit Fackeln auf die Bühne und trugen die sieben Gaben vor, durch die der Heilige Geist wirkt: Weisheit, Einsicht, Rat, Stärke, Erkenntnis, Frömmigkeit, Gottesfurcht.

Nach dem gemeinsamen Vater unser, bei dem sich alle Anwesenden durch die Bankreihen hindurch die Hände reichten, dem Friedensgruß, den die Kinder in die Gemeinde hineintrugen, und dem Segen endete der Gottesdienst mit dem Lied: „Großer Gott, wir loben dich …“.

Die Kollekte für ein Hilfsprojekt im Südsudan erbrachte einen Betrag von 2.111,88 Euro.

Viele Gläubige blieben nach dem Gottesdienst noch eine Zeitlang zu einem Picknick auf der Freilichtbühne und verzehrten mitgebrachte und dargebotene Speisen.

Ein herzlicher Dank gilt allen, die bei der Vorbereitung und Durchführung des Gottesdienstes mitgewirkt haben, besonders auch den „Hausherren“ von der Freilichtbühne Lohne.

Anhang:
Gottesdienst-Texte
Predigt
Kollekte / Info Hilfsprojekt