St. Gertrud Katholische Kirchengemeinde in Lohne

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Tote begraben ...

In seiner Endzeitrede hat Jesus sechs Werke der Barmherzigkeit benannt (Hungrige speisen, Durstige tränken, Fremde beherbergen, Nackte bekleiden, Kranke und Gefangene besuchen; vgl. Mt 25,34-46). Das siebte Werk "Tote bestatten" wurde vom Kirchenvater Lactantius (4. Jahrhundert) unter Bezug auf das Buch Tobit (Tob 1,17-20) hinzugefügt.

Der Umgang mit Toten hat sich im Verlauf der Geschichte mehrfach verändert. Gräberfelder, Felsengräber, Pyramiden und andere Grab- und Kultstätten sind Zeugen früherer Zeiten. Nach der Christianisierung wurden die Bestattungen vielfach in den geweihten Bereich der Kirchen verlagert; in einen als "Friedhof" bezeichneten Bereich, in dem Tote in den meisten Fällen nach einem religiösen Ritus bestattet werden.

Friedhöfe sind heutzutage meistens nicht mehr im unmittelbaren Bereich der Kirchen; hygienische und städtebauliche Gründe haben zu einer Veränderung geführt. Dies ist auch in Lohne der Fall.

Wie in der frühen Christenheit ist in der Kirche auch heute noch die Erdbestattung die vorrangige und bevorzugte Form der Bestattung. Die Kirche verbietet jedoch keine Feuerbestattung und wirkt selbstverständlich bei der Urnenbestattung liturgisch mit.

Auf dem Friedhof in Lohne ist im Jahre 2007 eine Grabstelle für fehl- und totgeborene Kinder hergerichtet worden. Zurzeit werden dort drei Mal im Jahr Kinder bestattet.

Als Teil der Trauerbegleitung der Kirchengemeinde ist 2011 im Rahmen des Projektes "Gemeinschaft der Talente" ein "Friedhofstreff" eingerichtet worden. Einige Mitglieder der Gemeinde unterbreiten dabei auf dem Friedhof in Lohne ein Gesprächs- und Hilfsangebot für die Besucher des Friedhofs.

Die aktuelle Friedhofsordnung und die Gebührenordnung sind unter den Downloads zu finden.